Das Schultergelenk

Rotatorenmanschettenverletzungen

Riss der Rotatorenmanschette

Als Rotatorenmanschette (besser: Muskel-Sehnen-Kappe) wird beim Menschen eine Gruppe von vier Muskeln bezeichnet: Musculus supraspinatus, Musculus infraspinatus, Musculus teres minor und Musculus subscapularis. Die Aufgabe dieser Muskeln besteht darin, den Oberarmknochenkopf in der sehr flachen Gelenkpfanne des Schulterblattes zu halten. Das funktionelle Resultat ist eine extreme Beweglichkeit in mehreren Beugeebenen und der Drehachse. Auf der anderen Seite bedingt diese dynamische Fixierung eine potentielle Instabilität, weshalb Auskugelungen (Luxationen) im Schultergelenk besonders häufig sind. Bei Lähmung eines Muskels innerhalb der Rotatorenmanschette kommt es zu Verstellungen des Oberarmknochens im Schultergelenkhultergelenk. Dadurch wird die Gefahr von Auskugelungen noch weiter gesteigert. Beim Sturz auf den Arm oder auf die Schulter kommt es häufig zu Verletzungen der Rotatorenmanschette und auch Knochenabrissen an den Ansätzen des Musculus subscapularis und Musculus supraspinatus.

6 M. teres minor kleiner Rundmuskel äußerer Rand des Schulterblattes (Margo lateralis scapulae) Tuberculum majus humeri N. axillaris Auswärtsdrehung
7 M. supraspinatus Obergrätenmuskel Fossa supraspinata des Schulterblattes Tuberculum majus humeri N. suprascapularis Abspreitzen
8 M. infraspinatus Untergrätenmuskel Fossa infraspinata des Schulterblattes Tuberculum majus humeri N. suprascapularis Auswärtsdrehung
9 M. subscapularis Unterschulterblattmuskel Vorderfläche des Schulterblattes (Facies costalis scapulae) Tuberculum minus humeri N. subscapularis Einwärtsdrehung
Heranführen

Risse der Rotatorenmanschette führen zu einem Hochstand des Oberamkopfes und in Folge zu einer Defektarthropathie, falls nicht rechtzeitig eingegriffen wird. In vielen Fällen ist eine athroskopische Operation möglich.

Als Rotatorenmanschette (oder: Muskel-Sehnen-Kappe) wird beim Menschen eine Gruppe von vier Muskeln an der Schulter bezeichnet. Die Aufgabe dieser Muskeln besteht darin, den Oberarm-Kopf in der sehr flachen Gelenkpfanne des Schulterblatts zu halten.

Beim Sturz auf den Arm oder auf die Schulter kommt es häufig zu Verletzungen der Rotatorenmanschette und auch Knochenabrissen an den Ansätzen dieser Muskeln. Aber nicht nur Verletzungen können zu Schäden an der Muskel-Sehnen-Kappe führen, sondern auch Abnützungserscheinungen. Die Blutversorgung der Sehnen ist zB eine Schwachstelle, oder es kommt durch eine Verengung des Gleitraums zum Durchscheuern der Sehnen. Man spricht dann vom Schulterengpass Syndrom, das mit Schmerzen – vor allem in der Nacht- verbunden ist.

Eine gewissenhafte Untersuchung ist notwendig, um die Diagnose zu stellen. Im Anschluss macht eine MRT Untersuchung das Ausmaß des Schadens sichtbar. Man sollte auf keinen Fall die Schmerzen verharmlosen und falls ein konservativer Behandlungsversuch zu keinem Erfolg führt, ist an einen arthroskopischen Eingriff zu denken.

Warum soll man die Schmerzen nicht vernachlässigen? Falls noch kein Riss in der Manschette vorliegt, können Knochenvorsprünge die Sehnen durchscheuern, und dann wird ein operativer Eingriff aufwendiger. Bei bestehendem Sehnenriss kommt es zur Degeneration des Muskels, sodass eine Reparatur des Sehnenrisses nicht mehr sinnvoll werden kann. In weiterer Folge kommt es zum Höhertreten des Oberarmkopfes und zur Ausbildung einer sogenannten Rotatorenmanschettenarthropathie. Bei sehr fortgeschrittenem Stadium ist dann nur mehr die Implantation einer speziellen Schulterprothese sinnvoll.

Was macht man nun bei einer gerissenen Rotatorenmanschette ?

Eine Gelenksspiegelung der Schulter wird durchgeführt, dann der Raum über der Sehne erweitert und die gerissene Sehne mit einer speziellen Nahttechnik arthroskopisch wieder in Position gebracht. Nur in seltenen Fällen muss offen operiert werden, was aber mit mehr Schmerzen und einer schwierigeren Nachbehandlung verbunden ist.

Es wird dann ein Verband für 4 Wochen angelegt, wobei aber sofort mit einer physikalischen Therapie und Bewegungsübungen begonnen wird. Schwere Arbeiten sind dann nach ca. 3 Monaten erlaubt.

Fazit

Schulterschmerzen nicht verharmlosen. Folgeschäden vermeiden (Sehnenriss, Muskeldegeneration, Arthrose) Arthroskopische Operation bei den meisten Schulterverletzungen möglich (weniger Schmerzen, bessere Funktion)

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