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Die Meniskusverletzung

Der Meniskus ist einer der am häufigsten verletzten Bestandteile des Kniegelenks. Als Lastverteiler, Stoßdämpfer und Stabilisator ist er ein wichtiges Element der Kniemechanik.

Anatomie

Die Menisken sind keilförmige Faserknorpel, die zwischen den gelenksbildenden Teilen des Oberschenkel und des Schienbeins liegen. Pro Kniegelenk gibt es einen inneren und einen äußeren Meniskus (Abb.1, 2). Während der innere annähernd halbmondförmig ist, ist der äußere Meniskus kreisrund und nicht mit dem Seitenband in direkter Verbindung. Durch die beiden Menisken wird die Inkongruenz zwischen den Gelenksflächen ausgeglichen und damit die Kontaktfläche vergrößert. Das führt zu einer wesentlichen Verringerung der Belastung auf den Gelenksknorpel. Das spezielle Gefäßsystem, das die Menisken versorgt, bestimmt in großem Maße ihre Fähigkeit zur Regeneration und Heilung.

Verletzungsmechanismus

Bei fast allen Sportunfällen kann der Meniskus verletzt werden wie z.B. bei Drehbelastungen oder Stauchungen. Häufig sind auch Bänder wie z.B. das vordere Kreuzband mit verletzt. Meniskusrisse können aber auch ohne Verletzung entstehen, wenn z.B. durch Achsenfehlstellungen oder mit zunehmendem Alter durch die ständigen Beanspruchungen der Meniskus überlastet wird.

Zeichen und Symptome

Die meisten Meniskusrisse äußern sich durch Schmerzen im Kniegelenk. Manchmal können Gelenksblockaden das klinische Bild prägen. Charakteristisch ist der Schmerz über dem Gelenkspalt sowie eine Sachmerzverstärkung bei Drehbewegungen im Kniegelenk. Als weitere Symptome einer Entzündung kann „Wasseransammlung“ im Kniegelenk die Schmerzen verstärken. Ohne Behandlung kann sich der gerissene Meniskusanteil lösen und sich einklemmen (Abb. 5a,b). Wenn Sie das Gefühl haben, dass der Meniskus eingerissen ist, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Meist kann die Diagnose klinisch anhand von spezifischen Tests gestellt werden. Zur Diagnosebestätigung und zum Ausschluss von z.B. Knorpelschäden ist die Magnetresonanzuntersuchung die Methode der Wahl, da diese eine sehr hohe Aussagekraft hat

Therapie

Die Zeiten der offenen Meniskuschirurgie sind vorbei. Heute wird arthroskopisch über meistens 2 jeweils ca. 5mm große Schnitte das Kniegelenk mit einer Arthroskopieoptik untersucht (Film 1, 2) und mit Stanzen und motorisierten Instrumenten der gerissene Meniskusteil (nur so wenig wie möglich) entfernt. Sofern es aber bei größeren Rissen möglich ist, wird der Meniskus mittels arthroskopischer Operationstechnik erhalten (Abb. 6), um eine frühzeitige Arthroseentwicklung zu vermeiden. Leider eignen sich aber nur ca. 5-10 Prozent der Meniskusrisse dazu, arthroskopisch in dieser Art versorgt zu werden.

Narkose & Spitalsaufenthalt

Prinzipiell ist es möglich in Lokalanästhesie eine Gelenksspiegelung durchzuführen. Ich führe diesen Eingriff routinemäßig in einer kurzen Allgemeinnarkose bzw. Spinalanästhesie (Kreuzstich) durch. Der Spitalsaufenthalt beträgt 1 bis 2 Tage.

Nachbehandlung

Die Nachbehandlung erfolgt frühfunktionell. Das heißt, dass das Kniegelenk mehr oder weniger sofort nach der Operation belastbar ist, sofern keine anderen Strukturen außer dem Meniskus verletzt waren und eine Meniskusteilresektion durchgeführt wurde.

Im Falle einer Meniskusnaht muss das Nachbehandlungsregime etwas abgewandelt werden. Die Belastung ist in Streckstellung erlaubt. Die belastete Beugung über 60° und Drehbewegungen sollen für 6 Wochen vermieden werden. Kniebelastende Sportarten sind nach 3 Monaten erlaubt. Wurde zusätzlich zur Meniskusnaht eine Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes durchgeführt, richtet sich die Physiotherapie nach dem Kreuzbandschema.

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