Die ischiokrurale Muskelschlinge ist die am meisten verletzte Muskulatur des Sportlers. Auslösendes Moment ist in der Regel ein indirektes Trauma während Sprint- oder Absprungphasen. Eine exzentrische Belastung auf den Muskel ist in den meisten Fällen die Ursache für einen Riss (zB Wasserskistart, Skisturz, etc.) Klinisch werden hierbei überwiegend Muskelzerrungen oder Muskelfaserrisse diagnostiziert.
Dagegen finden sich nur sehr selten proximale Rupturen der gesamten ischiokruralen Muskulatur (langer Kopf des Biceps femoris,Semitendinosus und Semimembranosus) am Tuber ischiadicum.
Im Falle eines kompletten Abrisses vom Tuber ischiadicum besteht eine Op- Indikation, da im Falle einer nicht operativen Behandlung eine Rückkehr zum Sport eher unwahrscheinlich ist. 
Die Diagnose wird einerseits klinisch gestellt. Eine MRT Untersuchung ist hilfreich.
Bei frischen Rupturen wird die proximale ischiocrurale Muskulatur mittels Fadenankern wieder am Tuber ischiadicum reinseriert. Bei veralteten Rupturen kann Fascia lata oder andere Sehnen benötigt werden, da es sehr oft zu einer Schrumpfung des gerissenen Muskels kommt.