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Das Hüftgelenk wird durch den gerundeten Femurkopf und die schalen-förmige Hüftgelenkpfanne des Beckenknochens geformt. Es bildet die flexible Verbindung zwischen den Beinen un des Rumpfs.

Die Kontaktflächen des Femurkopfs und der Hüftgelenkspfanne, sind mit einem weichen Gewebe, Knorpelgewebe, beschichtet. Das Knorpelgewebe und die Gelenksflüssigkeit, verhindern, dass die Knochen gegen einander reiben oder sich verletzen.
Die Hauptursache für Hüftgelenksprobleme ist die Abnutzung des Knorpelgewebes: Die Coxarthrose. Diese Abnutzung wird als Schmerz empfunden, zu Beginn nur während der Belastung der Gelenksfläche und dann immer häufiger auch in unbelasteter Position.
Die Entwicklung des Schmerzes ist ein Prozess, der über Jahre fortschreitet und zu einem steifen Hüftgelenk führen kann.
Das Einsetzen eines künstlichen Gelenks ist eine Standardbehandlung bei starker Coxarthrose. Eine erfolgreiche Implantation eines künstlichen Hüftgelenks reduziert die Schmerzen erheblich und verbessert die Hüftgelenkfunktionen.

Der Ersatz des künstlichen Hüftgelenks zielt darauf hin, den abgenutzten Knochen bzw. das Knorpelgewebe durch Kunststoff-, Keramik- oder Metallkomponenten zu ersetzen.
Das künstliche Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk, bestehend aus einem Hüftschaft mit einem Kugelkopf und einer Hüftpfanne.
Der Hüftschaft wird normalerweise aus einer Titanlegierung hergestellt, die eine hohe Biokompatibilität garantiert. Der Kugelkopf wird aus Keramik oder Metall hergestellt. Auch die Hüftpfanne wird aus einer Titanlegierung mit porösen Beschichtung gefertigt, welche einen perfekten Knochenanwuchs garantiert. Ein Pfanneneinsatz aus Keramik oder Polyethylen (ein Kunststoff) garantiert eine lange Lebensdauer des künstlichen Hüftgelenks, dies selbst bei grossen Belastungen.

Das Einsetzen künstlicher Hüftgelenke basiert auf 70 Jahren Erfahrung und zählt zu den erfolgreichsten und häufigsten Behandlungen bei einer starken Arthrose des Hüftgelenks.
Die Hauptvorteile eines künstlichen Hüftgelenks sind:
Der Operateur kann verschiedene Operationstechniken für den Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks anwenden: Konventionelle oder Minimal Invasive (MIS).
Echte Minimal Invasive Operationstechniken zeichnen sich durch einen reduzierten Hauteinschnitt, die Erhaltung der Muskeln und Sehnen, welche sich auf dem Weg zur Hüftgelenkkapsel befinden, aus.
Der anteriore Zugang folgt den Prinzipien von MIS. Anders, als minimal invasiv angepriesene Zugänge (hinterer, seitlicher oder kombinierter Zugang) zeichnen sich nur durch kleinere Hautschnitte aus und beeinträchtigen Muskeln und/oder Sehnen wie konventionelle Zugänge.
Der vordere Zugang DURCHTRENNT ODER LÖST KEINE MUSKELN AB UND SCHONT GLEICHZEITIG DIE NERVEN. Es ist die einzige Technik, welche intermuskuläre und internervöse Ebenen berücksichtigt und das Risiko einer Verletzung der Muskeln, Sehnen, Gefässen und Nerven zu reduziert. Aus diesem Grund, ist die AMIS® Operationstechnik (= Anteriore Minimal Invasive Surgery) der ideale Zugang für eine schonende Operation, was eine schnelle Genesung begünstigt.
Ihr künstliches Hüftgelenk wird Ihre Lebensqualität steigern, AMIS® wird Ihre Genesungszeit nach der Operation massiv verkürzen. Gegenüber konventionellen Operationstechniken reduziert AMIS® das Risiko von Komplikationen.
Die AMIS Operationstechnik reduziert operationsbedingte Gewebeschäden, da KEINE MUSKELN UND SEHNEN DURCHTRENNT ODER ABGELÖST werden. Ihre Genesungszeit nach der Operation wird massiv verkürzt. AMIS bringt Ihnen folgende Vorteile:
Um Komplikationen zu verhindern, welche die Heilung und die Lebensdauer Ihres künstlichen Hüftgelenks beeinflussen, befolgen Sie die Instruktionen Ihres Arztes sorgfältig. Diese Komplikationen sind jedoch eher selten und einige einfache Regeln können das Risiko reduzieren.
Führen Sie ein aktives und gesundes Leben.
Im Falle von Fieber, Lungenentzündungen, Kiefer-, Nasenhöhlenentzündungen oder ähnliche, informieren Sie Ihren Arzt, dass Sie ein künstliches Hüftgelenk haben.
Eine regelmässige Kontrolle Ihres Implantats ist empfehlenswert.
Vor der Operation, ist es notwendig Ihren Allgemeinzustand im Detail abzuklären, um allfällige Operationsrisiken zu erkennen und zu behandeln.
Tests Zu diesem Zweck können verschieden Blut- und Urintests durchgeführt werden. Ebenfalls kann es notwendig sein, ein Kardiogramm (EKG) zu erstellen. Beobachten Sie Ihre Haut: Falls Ihre Haut eine Infektion oder Irritation aufweist, kontaktieren Sie Ihren Orthopäden: Er wird Ihnen sagen, wie Sie am besten Ihre Haut für die Operation vorbereiten können.
Ihre Zähne: Zahnprobleme können mit Infektionen einhergehen. Diese können durch den Blutkreislauf bis zu dem Gelenk gelangen und dort eine schwere Infektion auslösen. Darum empfehlen wir, Zahnprobleme vor einer Operation behandeln zu lassen: Kontaktieren Sie Ihren Zahnarzt.
Medikamente : Falls Sie regelmässig Medikamente einnehmen, informieren Sie Ihren Arzt darüber und besprechen Sie mit ihm, was Sie vor der Operation beachten müssen. Geben Sie ihm eine komplette Liste aller Medikamente die Sie nehmen, inklusive Dosis usw.
Spezielle Hilfsmittel Sie brauchen vielleicht spezielle Hilfsmittel, wie Stützstrümpfe, Gehilfen usw.. Je nach dem werden Ihnen diese zur Verfügung gestellt oder Sie können sie in speziellen Geschäften mieten oder kaufen.
VERGESSEN SIE NICHT, FOLGENDES MITZUNEHMEN:
Die Operation wir ungefähr 1 bis 2 Stunden dauern. Die Operation bedingt gewisse Vorbereitungen und danach ist eine Beobachtung im Aufwachraum vorgesehen. Aus diesem Grund werden Sie länger von Ihrem Zimmer weg sein, als die Operation dauert. Spezielle Sorgfalt wird dem Schmerzmanagement beigemessen. Falls Sie Schmerzen haben, genieren Sie sich nicht, nach Schmerzmittel zu fragen, auch wenn dies mitten in der Nacht ist. Zudem werden Krankenschwestern regelmässige Kontrollen vornehmen.
Ein spezialisiertes Team wird sich nach der Operation um Ihre Genesung kümmern und ein für Sie geeignetes Rehabilitationsprogramm zusammenstellen. Dieses Team wird Sie während des Genesungsprozesses begleiten.
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