Das Kniegelenk

Meniskusverletzungen

Meniskustransplantation

Univ. Doz. Dr. Thomas Müllner, PhD

FA für Unfallchirurgie FA für Orthopädie und orthop. Chirurgie
Kupelwiesergasse 15/5, A-1130 Wien

Tel.: +43 1 877 94 44
Fax: +43 1 879 54 75
Mobil: + 43 664 381 95 96

office @knieweh.at
www.knieweh.at

Meniskuseinrisse sind sehr häufige Verletzungen. Diese können sowohl bei Sportunfällen aber auch bei Bagatellverletzungen des Kniegelenks auftreten. In Österreich werden ca. 
20 000 Meniskusoperationen pro Jahr durchgeführt. In fast allen Fällen ist eine arthroskopische Operation möglich, wobei entweder der gerissene Meniskusanteil entfernt wird, oder durch eine Naht wiederhergestellt wird. Die Entfernung von möglichst wenig gesundem Meniskus bzw die Wiederherstellung ist deshalb so wichtig, weil der Meniskus sehr wichtige Funktionen im Kniegelenk ausübt. Eine bedeutende Funktion ist zB, dass der Meniskus an der Lastverteilung einen wesentlichen Anteil hat. Der Verlust des Innenmeniskus bedeutet eine Belastungssteigerung für den Knorpel um 50%, beim Aussenmeniskus liegt diese sogar bei 70%.

Ist nun die Verletzung so schwer, dass der gesamte Meniskus entfernt werden muss, kann es zum Auftreten eines sogenannten Postmenisektomiesyndroms kommen. Gekennzeichnet ist dieser Zusstand von Schmerzen im Knie und einer Schwellneigung, ein Zustand, der bei der Arbeit aber auch schon bei leichter Sportausübung auftreten kann. Es kommt dabei zu einer Schädigung der Knorpeloberfläche und zur Ausbildung einer Arthrose.  

Bei jungen Patienten, die dieses Zustandsbild aufweisen, kann daher die Meniskustransplantation eine Sinnvolle Alternative sein, da ansonsten im wesentlichen zur Zeit nur der Gelenksersatz mittels Schlittenprothese zur Verfügung steht.

Es wurde nun die erste Meniskustransplantation in Österreich von mir durchgeführt. Es handelt sich dabei um eine Operation, die vom chirurgischen Aufwand bzw rehabilitativen Aufwand mit anderen Knieoperationen vergleichbar ist. Die Meniskustransplatation weist eine Erfolgsrate von über 50% auf. Die Erfolgsrate ist im wesentlichen abhängig, wie gut einerseits die Durchblutung des Transplantats gewährleistet ist, dh, wie gut es Anschluß an die Blutversorgung findet, und andererseits wie groß der Knorpelschaden beim Patienten zum Operationszeitpunkt bereits ist. 

Es kommt nach einer Meniskustransplantation zu keiner immunologischen Abstoßungsreaktion, dh es müssen keine Medikamente wie zB nach einer Herz oder Nierentransplantation eingenommen werden, die das Immunsystem unterdrücken.

Nicht jeder Patient ist für eine Meniskustransplantation geeignet, man muss die Patienten sehr genau auswählen, zusätzliche Befunde wie zB ein O-Bein, eine Bandinstabilität müssen zusätzlich gerichtet werden.

Videos

Bilder

Dokumente

Rehab_Menaflex_1.pdf
Format: PDF
Größe: 1,35 MB

Rehab_Menaflex_2.pdf
Format: PDF
Größe: 1,08 MB

Publikationen

Zwei Bündel Technik beim Ersatz des vorderen Kreuzbandes

ACLDB.jpg Nach einer Statistik des „Instituts Sicher leben“ verunglücken in Österreich jährlich 60 000 Skifahrer und verletzen sich dabei häufig das Kniegelenk. Aber auch bei anderen Sportarten wie z.B. Fußball, Handball, Rugby, oder Basketball ist das Risiko einen Riss des vorderen Kreuzbandes zuerleiden hoch. Bei einem vorderen Kreuzbandriss muss das Band wieder so hergestellt werden, dass es seine Funktion voll erfüllen kann. Dabei haben neue Erkenntnisse über den anatomischen Aufbau zu neuen Operationstechniken geführt. Heute weiß man, dass das vordere Kreuzband aus zwei sich kreuzenden Anteilen besteht. Ein Bündel sorgt für die Stabilität nach vorne, das andere Bündel für die Stabilität bei Rotationsbewegungen. Die neueste Operationsmethode besteht darin, zwei Sehnen als jeweils einzelne Bündel versetzt in den Knochen einzusetzen. So lässt sich die Rotationsstabilität noch besser gewährleisten und der Patient zeigt in der Nachbehandlung wesentlich raschere Fortschritte.
» Mehr

 

Neuigkeiten in der prothetischen Versorgung des Kniegelenks

Abb1.jpg Der medizinische Fortschritt, die damit verbundene Anhebung der durchschnittlichen Lebenserwartung, und neue Technologien erhöhen das Bedürfnis für die neuesten, und oftmals auch teuersten, medizinischen Leistungen. Kosten-Nutzen Rechnungen haben aber gezeigt, dass die Implantation von Hüft- oder Knietotalendoprothesen zu den Eingriffen zählen, die am kosteneffizientesten sind.
» Mehr

 

Wie wichtig ist der Meniskus fürs Knie?

Abb1.jpg Der Meniskus ist einer der am häufigsten verletzten Bestandteile des Kniegelenks. Als Lastverteiler, Stoßdämpfer und Stabilisator ist er ein wichtiges Element der Kniemechanik. Während der innere Meniskus einen ca. 50% igen Anteil an der Lastverteilung hat, verteilt der äußere Meniskus in etwa 70%. Daran erkennt man schon, wie wichtig ein intakter Meniskus für den Weiterbestand eines gesunden Gelenksknorpels ist.
» Mehr

 

Schmerzen in der Hüfte - was kann ich tun?

Kargl.jpg Beruhend auf dem Dualitätsprinzip der Arthroseentstehung liegt der Schwerpunkt der konservativen Therapiekonzepte auf der medikamentösen Hemmung der Entzündungsreaktion und auf der Viskosupplementation bzw. Knorpelprotektion.
» Mehr

 

News beim Bruch des Handgelenks

1.jpg In der operativen Therapie des Speichenbruches ist durch die Versorgung mit winkelstabilen Platten- und Schraubensystemen über einen Operationszugang an der Innenseite des Handgelenks ein großer Fortschritt erzielt worden. Meist ist eine gipsfreie Nachbehandlung möglich. Daraus resultiert definitiv ein verbessertes funktionelles Ergebnis.
» Mehr