Das Kniegelenk

Meniskusverletzungen

Meniskustransplantation

Univ. Doz. Dr. Thomas Müllner, PhD

FA für Unfallchirurgie FA für Orthopädie und orthop. Chirurgie
Kupelwiesergasse 15/5, A-1130 Wien

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Meniskuseinrisse sind sehr häufige Verletzungen. Diese können sowohl bei Sportunfällen aber auch bei Bagatellverletzungen des Kniegelenks auftreten. In Österreich werden ca. 
20 000 Meniskusoperationen pro Jahr durchgeführt. In fast allen Fällen ist eine arthroskopische Operation möglich, wobei entweder der gerissene Meniskusanteil entfernt wird, oder durch eine Naht wiederhergestellt wird. Die Entfernung von möglichst wenig gesundem Meniskus bzw die Wiederherstellung ist deshalb so wichtig, weil der Meniskus sehr wichtige Funktionen im Kniegelenk ausübt. Eine bedeutende Funktion ist zB, dass der Meniskus an der Lastverteilung einen wesentlichen Anteil hat. Der Verlust des Innenmeniskus bedeutet eine Belastungssteigerung für den Knorpel um 50%, beim Aussenmeniskus liegt diese sogar bei 70%.

Ist nun die Verletzung so schwer, dass der gesamte Meniskus entfernt werden muss, kann es zum Auftreten eines sogenannten Postmenisektomiesyndroms kommen. Gekennzeichnet ist dieser Zusstand von Schmerzen im Knie und einer Schwellneigung, ein Zustand, der bei der Arbeit aber auch schon bei leichter Sportausübung auftreten kann. Es kommt dabei zu einer Schädigung der Knorpeloberfläche und zur Ausbildung einer Arthrose.  

Bei jungen Patienten, die dieses Zustandsbild aufweisen, kann daher die Meniskustransplantation eine Sinnvolle Alternative sein, da ansonsten im wesentlichen zur Zeit nur der Gelenksersatz mittels Schlittenprothese zur Verfügung steht.

Es wurde nun die erste Meniskustransplantation in Österreich von mir durchgeführt. Es handelt sich dabei um eine Operation, die vom chirurgischen Aufwand bzw rehabilitativen Aufwand mit anderen Knieoperationen vergleichbar ist. Die Meniskustransplatation weist eine Erfolgsrate von über 50% auf. Die Erfolgsrate ist im wesentlichen abhängig, wie gut einerseits die Durchblutung des Transplantats gewährleistet ist, dh, wie gut es Anschluß an die Blutversorgung findet, und andererseits wie groß der Knorpelschaden beim Patienten zum Operationszeitpunkt bereits ist. 

Es kommt nach einer Meniskustransplantation zu keiner immunologischen Abstoßungsreaktion, dh es müssen keine Medikamente wie zB nach einer Herz oder Nierentransplantation eingenommen werden, die das Immunsystem unterdrücken.

Nicht jeder Patient ist für eine Meniskustransplantation geeignet, man muss die Patienten sehr genau auswählen, zusätzliche Befunde wie zB ein O-Bein, eine Bandinstabilität müssen zusätzlich gerichtet werden.

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