Vor Operationsbeginn wird in der Regel eine Blutdruckmanschette zur Blutsperre angelegt. So kann der Blutverlust während der Operation sehr klein gehalten werden. Über einen kleinen Schnitt (0,5 cm) wird das Sprunggelenk vor dem Innenknöchel eröffnet und das etwa bleistiftdicke optische Instrument (Arthroskop) eingeführt. Das Gelenk wird anschließend mit Flüssigkeit gefüllt, so daß sich fast der gesamte Gelenkinnenraum auf einem Bildschirm mit den oben beschriebenen Strukturen gut überblicken lässt und Einzelheiten genau begutachtet werden können.
Fast immer ist es erforderlich, die Strukturen im Gelenk mit einem Tasthaken zu prüfen. Dieses Instrument wird über einen zweiten kleinen Schnitt eingeführt. Über diesen Zugang können auch Gewebeteile zur anschließenden histologischen Untersuchung entnommen werden.
Nach dem Eingriff wird das Gelenk ausgespült und die Flüssigkeit abgesaugt. Die kleinen Wunden werden vernäht.
Wird bei der arthroskopischen Untersuchung eine Verletzung oder Erkrankung im Sprunggelenk gefunden, kann die erforderliche operative Behandlung fast immer im Rahmen der Arthroskopie durchgeführt werden. Die notwendigen Operationsinstrumente (Zangen, Scheren etc.) werden in der Regel über weitere kleine Schnitte meist von vorne oder seitlich in das Sprunggelenk eingebracht.
Folgende Eingriffe können arthroskopisch durchgeführt werden:

Abschleifen von Knochenspornen, Knorpelglättung, Microfrakturierung

Entfernung freier Gelenkkörper

Lösung von Kapselteilen oder Vernarbungen

Entfernung der Gelenkinnenhaut

Arthroskopisch assistiertes Einrichten von Knochenbrüchen

Versteifung des oberen Sprunggelenks

Nach Abschluß der Operation werden alle Instrumente aus dem Gelenk entfernt und die Schnitte vernäht. Je nach dem Ausmaß des festgestellten Schadens dauert die Arthroskopie etwa 20 - 60 Minuten.